Lesung mit Nour Burhan und Milica Devic zum Internationalen Tag der Muttersprache


Was trugen syrische Frauen auf ihren Schultern und in ihren Herzen nach Europa?
Eine Lesung mit Nour Burhan und Milica Devic zum
Internationalen Tag der Muttersprache 

21. Februar  2021, 18 Uhr, auf Facebook- und Instagram Seiten des Collective


Als im März 2011 Demonstrant*innen in Syrien mit der Hoffnung auf einen weiteren „Arabischer Frühling“ auf die Straße gehen, kämpfen vorneweg die syrischen Frauen, Aktivistinnen, die zu Zeiten jeder Revolution eine große Rolle spielen. Sie leisten aufopferungsvoll jene Arbeit, die die Zivilbevölkerung im Bürgerkrieg erbringen muss. Mit Hilfe friedlicher Demonstrationen, die die Wahrung der Menschenrechte und Meinungsfreiheit, sowie die Gleichstellung der Frau fordern, kämpfen sie für den Aufbau einer Gesellschaft frei von Korruption und Unterdrückung. 


Doch der Preis ist hoch: immer wieder erschiessen Scharfschützen Demonstrat*innen, Festnahmen gehören zur Tagesordnung. Das Schicksal der Frauen nach einer Verhaftung ist ungewiss. Aufgrund ihrer niedrigen sozialen Stellung, sind sie als Opfer prädestiniert. Und die Flucht in Richtung Sicherheit, und sei es das Exil in einem Nachbarland, noch fern von Europa, birgt viele unbekannte Gefahren. 

Nour Burhan, (*1979) geboren in Az-Zabadani, studierte Bildende Kunst an der Universität Damaskus. Als public speaker organisiert sie Demonstrationen und Aktionen zum Thema Feminismus und Migration. Zum internationalen Tag der Muttersprache liest sie aus ihrer Forschungsarbeit "Gewalt! stärker als das Gesetz". Dazu stellen wir ihr Fragen nach der Sicherheit und Lebensweise von Frauen in Europa, und letztendlich nach den Chancen und Herausforderungen dieser neuen Lebenswelt mit allen verbundenen Schwierigkeiten.


Den Abend bereichert Milica Devic, (*1995) in Novi Sad geboren, Studentin der Angewandten Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität TU Dortmund. Ihre Forschung untersucht vor allem das Thema Feminismus und Migration in Deutschland. Sie liest den Text „Otvoreno Pismo / Lettera Aperta“ in ihrer Muttersprache Serbisch und auf Italienisch.

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